Zettelkasten 03.05.2016; “Gib dem Porschloch keine Chance”

16.05.03 Porsche Schrott

“Gib dem Kunden keine Chance”. So lauteten die Überschriften auf den Einladungen von Axel Bertling, einem der gefragtesten Verkaufstrainer der 90er Jahre, um den steuergepeinigten Zahnwaltothekern auch noch das fünfte völlig überteuerte Bauherrenmodell rein zu drücken. Mit tatkräftiger Unterstützung der Steuerberater eben dieser besonders dafür bekannten Berufsgruppe, ihre Einnahmen nur sehr ungern mit dem Amt für moderne Christenverfolgung, dem Finanzamt, teilen zu müssen, ach ja, und hüstel… einem Provisionsanteil von nicht selten 50 % und mehr, gelang dies auch wie geschmiert.

So wie damals die Zahnwaltotheker haben heute ganz andere nicht den Hauch einer Chance, der von Nuttenschreibern jahrelang mit dem Slogan “Garagengold” angeheizten Hype bei Oldtimern zu entrinnen. Ganz wenige kritische Artikel zu dieser Entwicklung einer Oldtimer – Blase finden sich nicht in den klassischen Oldtimer – Medien, sondern versteckt in den von der Masse der Oldtimer – Besitzer kaum gelesenen Wirtschaftnachrichten, wo nun ausgerechnet ein reinrassiger Promotor wie Christian Jancke, von Pagoden, Gutes muss eben immer teuer sein, grade mit “Alte Porsche im Überangebot” eine 180° – Wende wie aus dem Bilderbuch hingelgt hat.

Wie das mit dem “Überangebot” und offenbar gehirngewaschten Käufern funktioniert, auf der einen Seite ein mehrfaches davon an angebotenen Porsches’ und Pagoden, was der Markt ausweislich Zulassungszahlen jährlich aufnimmt und andererseits Preissteigerungen jährlich im zweistelligen Bereich, die jedes BWL – Naturgesetz über Angebot und Nachfrage und Marktpreisbildung ad absurdum führen, erklärt ein grade erschienener Artikel in der Schweiz:

“… Ein vermeintlicher Sammlerkollege vermittelte ihm einen extrem seltenen Porsche 911 Carrera RS 2,7 Leichtbau aus dem Jahr 1972. Eine halbe Million Franken zahlte der Investor für das Liebhaberstück…”

oder wie Frank Ewald eine halbe Million in Schrott investierte.

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Zettelkasten 02.05.2016; Gutenmorgenkaffeegrinser

16.05.02 Kfz-Brief eBay 322092132318-B1

Warum könnte einem Käufer das Stück ‘Pappe’ 490 Euro wert sein?

P.S. Um bspw. diesen Schrotthaufen – übrigens ein Angebot eines mir recht gut bekannten Feierabend – Autohändlers – für den bei Auktionsbeginn noch kein Fahrzeug-Brief vorhanden war H – zulassungsfähig zu machen, doch ganz bestimmt nicht.

 

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Zettelkasten 14.04.2016; Tja, Dieter Zetsche, Pretty Wild Lingerie ist nicht mehr

Dieter Zetsche und seine bigotten Marken – Kommunikations – Dilettanten werden sich zwecks morgenlicher Entspannung, statt der millionenteuren String – Show on Tour, dann halt echt mal was Neues einfallen lassen müssen. So konnte man bereits darüber lesen, das die zunehmend sklerotischere, männliche Stammkundschaft der B – Klasse es Daimler Benz übelnahm, wenn deren Werbung grade dann Erinnerungen an die früher schönste Sache der Welt erweckte, wenn sie zwecks Autokauf vor einem Mercedes Benz – Verkaufssalon standen.

Das Arbeitsbeschaffungsprogramm von Heiko Maas für die Werbewirtschaft und das seiner latzhosenbewaffneten Femimimi – Hilfstruppe jedenfalls, ja Freunde, genau denen mit bis zur Unkenntlichkeit fettentphotoshopten Profilbildern, zeigt Wirkung. Zusammen erfinden sie das erste Verbot, das mehr Freude bringt…

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Zettelkasten 01.04.2016; Knastwerk eröffnet demnächst

16.04.01 JailCar1

Ein nicht ganz ernst gemeinter Gastbeitrag meines Freundes “BMB”

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Wie man heute hört, soll es nach der Meilenwerk – Pleite bereits eine neue Geschäftsidee findiger Leute geben:

Arbeitstitel: Knastwerk

Idee:

Man sucht sich Investoren, die bereit sind ihr Geld in alte, leerstehende Gefängnisse zu investieren (natürlich nur Backsteinbauten). Diese werden dann umgebaut. Neben jede Einzelzelle kommt eine Oldtimerabstellfläche mit direktem Zugang von der Zelle. Das Ganze wird privat gemanagt und vom Staat als Strafvollzuganstalt anerkannt.

Die Klientel, die hierfür infrage kommt, sind hauptsächlich diejenigen, die zur Zeit am Oldtimermarkt die Preise anheizen.

16.04.01 JailCar2

Sie können dort schon mal Probewohnen, oder ggf. auch ihre Strafe absitzen, gegen einen Zuschlag natürlich.

In den Luxus Etagen befindet sich eine Hebebühne in der Oldtimerabstellfläche und daneben ein kleiner Raum 3 x 3 Meter in dem irgendeiner der kriminellen Oldtimerrestaurateure bzw. Werkstattmeister untergebracht wird. Dieser muss dann den ganzen Tag am Oldie rumschrauben – und zwar solange, bis dieser wirklich kaputt ist.

In den billigeren Etagen werden aber auch gerne straffällige Gebrauchtwagenhändler oder die Bauernopfer der Fahrzeughersteller genommen.

Natürlich darf jeder einen Oldie seiner Wahl mitbringen.

Wie man hört, lässt sich der Verkauf sehr gut an.

BMB

 

Fotos [Mr. Plod Police]

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Kurzschluss

1912 A lady sitting on an electric car at the charging station, 1912

“A Lady sitting on a Electric Car at the Charging Station, 1912″ und die Zwischenzeit

Nach “BMW Bayrisch Mega – Watt verpufft” zum gleichen Thema in 2010, ein weiterer Gastbeitrag von Johannes Hübner – Autoconsult

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Das politische Feigenblatt Elektromobilität lässt sich BMW Milliarden kosten, weil die Forschung mit ansehnlichen Beiträgen subventioniert wird. Kein Wunder, dass Minister Schäuble da nicht noch 5 Milliarden für elektrische Kaufanreize ausgeben will – vielleicht auch, weil er kapiert hat, was das für eine Augenwischerei ist.

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Am Genfer Salon 2016 muss man genau hinschauen, wenn man den schwarz getarnten i3 am BMW-Stand finden will, aber der reichweitengebremste rote i8 an der Stromtankstelle weist schließlich den Weg. Denn groß und breit stehen davor die hybriden silbernen „BMW iPerformance mit den 360-Grad Ladelösungen“. Nichts, wo man umfassend einladen kann, sondern übermotorisierte Autos, bei denen man schon nach 41 Kilometern elektrischer Fahrt wieder aufladen muss!
Merkt eigentlich keiner der in Genf massenhaft herumlaufenden Ingenieure, dass diese überteuerten Hybrid-BMW (330e = ab 52.000€) mit so eingängigen Namen wie „2er iPerformance Active Tourer, 3er iPerformance, BMW X5 iPerformance und 7er iPerformance“ eine Verhöhnung der Physik sind?

Das Bild in der Mitte des aufwändigen Prospekts zeigt „das Zusammenspiel von BMW TwinPower Turbo Benzinmotor und Elektromotor und Lithium-Ionen Hochvolt-Batterie…mit intelligentem Energiemanagement, das AUTO eDRIVE, MAX eDRIVE und SAVE BATTERY“ so verwaltet, dass die leer 1660 kg (330e Hybrid) Freude am Fahren nicht an jeder Ecke stehen bleiben.

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Man sieht grob gesagt vorn 500 kg Motor für 800 km Reichweite und auf der Hinterachse 300 kg Elektrotechnik für 41 Kilometer Distanz! So sieht die Zukunft aus!

Endlich ein Auto für die einkaufsgeile Gattin: wenn man den Kofferraum aufmacht, ist der schon voll! „Ich hab’ Dir schon mal 41 Kilometer lautloses Fahren reingepackt“, hört man den listigen Gatten sagen. „Und das dicke Kabel mit den breiten Steckern ist kein Achselhaar-Rasierer mit kombiniertem Fön, sondern Deine BMW 360-Grad ELECTRIC-Ladelösung für zu Hause und unterwegs.“ Hier saugt und bläst der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur fahren kann…

BMW_iPerfo1

Begeistert wird Sie im zentralen Display verfolgen, wie der Reigen an angebotenen Tankstellen und Ladestationen im Wechsel mit „connected drive-Diensten und CHARGE NOW“-Informationen über den Bildschirm perlt und sich dabei wehmütig an ihr Käfer-Cabrio erinnern, wo nach 700 km einfach ein Lichtchen anging, um ans Tanken zu erinnern. Haben die BMW-Entwickler vor lauter Arbeit keine Freundinnen und Frauen mehr, die ihnen sagen, dass sie sich verarscht fühlen, wenn sie sich auf ihrem überlasteten Turtel-smartphone von der hippen „BMW iPerformance aus der Ferne“ auch noch dauernd mitteilen lassen müssen, dass der Saft bald alle, die Türen verriegelt und das Licht aus sind?!

Wie wird das schön, wenn uns im knappen Parkraum der Städte überall schicke BMW X5 iPerformance mit ihren blauen Ladekabeln an die Klimarettung erinnern! Die könnte man doch mit Limonadenspendern verbinden, an denen man seine Getränkebatterien intelligent wieder auffüllen kann, um seine Range ohne Durst zu extenden. Blöde Idee? Nichts anderes tun doch diese überschweren und leistungsüberladenen Physik-Verhöhnungsmobile – sie füllen an ungeeigneten Stellen ihr Speichermedium wieder auf, anstatt es einfach gegen eine geladene Batterie zu tauschen!

Lassen Sie uns beruhigt sein: BMW muss es doch so gut gehen, dass sie sich nach ihrem milliardenschweren Wasserstoff-Debakel nun den hochspannenden Kurzschluss BMW iPerformance leisten – dabei aber sicherheitshalber in Genf 2016 verschweigen, dass das Unternehmen gerade 100 Jahre feiern müsste… – für so einen uncoolen Blick zurück ist wahrscheinlich kein Geld da.

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Update 10.03.2016 zu diesem Beitrag: Einen sehr lesenswerten Beitrag zu diesem Thema wie ich finde, hat kürzlich Norbert Häring geschrieben “Planlose Förderung von E-Autos ist nur ein Subventionsprogramm”

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Verwandte Themen: “Stubenfliegen und selbstgefälliges Made in Germany”  und “Das erklärt vieles” und “Mercedes Benz Negotiating” und “Dr. Zetsche Gegendarstellung…” und einige andere mehr

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